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DAS(chmuggler)

Beitrag von roadrunner, am 27.03.2009
Durchschnittliches Voting: 8.67
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Wie viele von euch sicherlich wissen, ist es für Personen mit Wohnsitz außerhalb der EU möglich in Deutschland steuerfrei einzukaufen ("Export über den Ladentisch")
Das ganze funktioniert im Prinzip so: wohnt man beispielsweise in der Schweiz geht man in Deutschland in ein Geschäft, kauft etwas, lässt sich ein entsprechendes Formular geben, fährt mit der Ware zur Grenze, zeigt die Ware, die Rechnung und das Formular dem deutschen Zoll, kriegt einen Stempel drauf und verlässt das Land. So bekommt man die deutsche Mehrwertsteuer gutgeschrieben - diese kann man dann bei weiteren Käufen in diesem Geschäft anrechnen lassen oder sich per Global Refund ausbezahlen lassen (gegen eine "kleine" Gebühr), so die Theorie. Freilich muss man die Ware, übersteigt deren Wert denn die Reisefreimenge, im Bestimmungsland ordnungsgemäß verzollen - wie gesagt, theoretisch...

Das ganze funktioniert natürlich auch andersrum, ergo als Person mit EU-Wohnsitz kann man so auch in der Schweiz einkaufen (der Steuersatz ist zwar niedriger, aber immerhin). Durch den schwächelnden Schweizer Franken kann sich das u.a. bei Elektronikartikeln schonmal lohnen und dank der höheren EU-Reisefreimengen kann man da schon mal ein paar hundert Euro ausgeben.
Nun sind die Schweizer vielleicht manchmal etwas penibel, wenn es um Waren geht die in die Schweiz gebracht werden, dafür interessiert es sie so gut wie garnicht, wenn Waren ihr Land verlassen (weshalb auch).

Genug des Vorgeplänkels:
Seit des Inkrafttretens des Schengener Abkommens sind viele kleinere Grenzübergänge oftmals nur sporadisch besetzt, selbiges gilt natürlich auch für kleinere Grenzbahnhöfe, wie z.B. Schaffhausen, St. Margrethen oder Rheinfelden. Oftmals muss man die Zöllner (sowohl Deutsche wie auch Schweizer) ersteinmal suchen gehen.
So ereignete es sich an einem Grenzbahnhof zwischen der Schweiz und Deutschland vor einiger Zeit. Ein Mann mittleren Alters, beladen mit Tüten und einigen großen Paketen stand wutschnaubend vor dem unbesetzten Zollkabuff der Schweizer und brüllte nach einem Zöllner. Mir war das nicht ganz unrecht, da ich selbst etwas auszuführen hatte und so nicht selbst suchen musste. Nach einer kleinen Weile schlurfte dann ein adrett gekleideter junger Zöllner heran, der sogleich Opfer einer ziemlich deftigen Verbalattacke wurde. Der Lärm hatte auch die "weniger adrett" gekleideten Deutschen Zöllner, deren Kabuff nur einige Meter entfernt war, angelockt.
Pflichtbewusst und ruhig, wie es das Stereotyp eines Schweizer Beamten es eben vorschreibt, ignorierte der junge Zöllner alle Beschimpfungen, lies sich Rechnungen, Waren und das Formular zeigen: es handelte sich um drei(!!) sehr sehr teure Spielkonsolen, vier Mobiltelefone eines amerikanischen Herstellers der "irgendwas mit Obst" zutun hat und einigem anderen Kram - die Reisefreimenge in die EU ist auf dem Landweg irgendwo um 300€, der gesamte Warenwert hatte wohl noch eine 0 mehr vor dem Komma.
Der schweizer Zöllner sah die Menge, kratzte sich ein wenig am Kopf und stempelte das Formular ab, jedoch nicht ohne zu sagen: "Das müssen sie in Deutschland aber verzollen, das ist definitiv über der Reisefreimenge". Nun schien es dem DAS endgültig auszusetzen, er blöckte den Zöllner direkt beleidigend an, dass ihn das wohl garnichts anginge und der Deutsche Zoll das ohnehin niemals merken würde, weil die sich schließlich für solche Kinkerlizchen nicht interessieren würden (ob das der Finanziminister Steinbrück auch so sieht?). Garniert war das natürlich mit den schönsten Schimpfwörtern der schwäbischen "Sprache" und man erinnere sich: der Deutsche Zoll steht nur ein paar Meter entfernt! Wutschnaubend packte der Mann seine Sachen zusammen und setzte sich gen Bundesrepublik in Bewegung.
Gespannt, wie teuer das nun für den Mann werden würde (im besten Fall 19% Warenumsatzsteuer, im schlechtesten... jedenfalls viel Geld) schaute ich dem Treiben zu.
Nun war unser DAS zwar ziemlich dämlich, aber eben nicht dämlich genug ins scheinbar offene Messer zu laufen. Nach drei Schritten bemerkte er das hämische Grinsen der deutschen Zöllner, wurde sich seines haarsträubenden Fehlers bewusst und machte auf dem Absatz kehrt, zurück in die Schweiz.
Man erinnere sich: die Schweizer interessiert der Export eigentlich nicht, der Import dafür umsomehr - insbesondere wenn man den Zöllner 10 Sekunden zuvor noch zur Sau gemacht hat...
"Guten Tag, haben sie Waren anzumelden? - Nein, Sie *netter Mensch*, das wissen sie doch! - Dann packen Sie bitte einmal aus. [...] Oh, diese Waren sind für den Export bestimmt, das Formular ist ja auch abgestempelt und sie sagten, sie hätten nichts zu verzollen... na dann kommen Sie doch bitte einmal mit!"
Ich weiß nicht wie teuer das für den DAS wurde - meinen Zug habe ich zwar verpasst, aber das wars wert.



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JoyntSoft am 20.07.2010 (® Profil)
@JdE:

IIIIIIIIIIHHHHHHHHHH!!!!!!!!!!

Johannes.der.Echte am 20.07.2010 (® Profil)
Für mich bitte halb Kaffee, halb kalte Milch, mit Zucker.

Eisenzahn am 20.07.2010 (® Profil)
Warten wir doch auf das dümmliche Kaffeekränzchen, die wissen das sicher. Auch wenn ich wieder nicht kapiere, was die schreiben.

Johannes.der.Echte am 20.07.2010 (® Profil)
Ich hab gedacht, der sei Italiener. Er kann es nur nicht zugeben.

Eisenzahn am 20.07.2010 (® Profil)
@cookie

Auch hier dasselbe: der ItaloRaver ist Schweizer, der hat das Fenster noch nicht zu. Passt scho'

Johannes.der.Echte am 20.07.2010 (® Profil)
Was, schon wieder ich?

Van Helsinki am 20.07.2010
cookie, da hast du sicherlich Recht.

Aber ich folge hier einem anderen Grundsatz, "besser zu spät, als nie".
Und noch einem weiteren: "Niemand ist unnütz, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen"...;)

cookie am 20.07.2010 (® Profil)
@van Helsinki:
Du hast sicherlich Recht. Allerdings gibt es Erziehungsgrundsätze, dass die Ermahnung gleich auf das Vergehen folgen sollte. Nach einem Jahr bringt Dein Hinweis wohl nicht so viel.

Van Helsinki am 20.07.2010
@ItaloRaver

Wenn einem etwas unklar ist, einfach noch Mal alle Informationen prüfen, leeesen, nachdenken, vielleicht kommt man dann selber drauf!

Und wenn man aufgrund irgendwelcher kognitiven Einschränkungen immer noch nicht weiterkommt, fragt man erst mal _höflich_ an, ob einem hier jemand was erklären kann.

Wenn man sich dann aufgrund seiner mehr oder weniger intelligenten Frage zum Gespött der Community macht, lacht man entweder mit, oder man verhält sich ruhig, in jedem Fall bleibt man höflich, und postet hier nicht weiterhin so rotzfreche, sinnfreie Kommentare wie du es tust.

Bitte beim nächsten Mal beachten, ok?

ItaloRaver am 10.07.2009 Schweiz
ach so die * sind ja optional, ich ging mal von obligatorisch aus, aber eigentlich logisch daher beim Namen kein * ist



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